Die Strafen für Übertretungen bzw. Vergehen im Schweizer Strassenverkehr sind, im Vergleich zum umgebenden Ausland, schon recht heftig.
Manchmal führt das zur Einsicht und manchmal nur noch zu Fragen. So wie der Fall einer Frau aus Zürich, die von der Polizei dabei beobachtet wird, wie sie nachweislich 40 Sekunden unnötig auf der linken Spur der Autobahn fährt und dafür mit einer Busse von 300 Franken und Gebühren von 288 Franken belegt wird.
Zugegeben, notorisches Linksfahren gehört zu den beliebten Hobbies hierzulande. Und zwar besonders ausgeprägt im Berufsverkehr. Wer das nicht glaubt, sollte nur mal Morgens an einem Werktag auf der Autobahn Basel -> Zürich unterwegs sein: spätestens ab Gubrist links stehen, rechts fahren.
Da habe ich monatelang keine Polizei gesehen.
Ich bin absolut dafür, dass unnötiges Linksfahren geahndet wird – aus mehreren Gründen. Aber diese Strafe (588 Franken) ist unverhältnismässig. Besonders angesichts der weitgehenden Untätigkeit der Polizei bei diesem Delikt – auch hier handelt es sich um einen Zufall da die Streife eigentlich in einer anderen Sache unterwegs war.
In Deutschland hat die Polizei das Potenzial mittlerweile erkannt und macht gezielt Jagd auf Mittel- und Überholspurblockierer. Allerdings mit Strafen von ca. 75 Franken - scheint eine einträgliche Sache zu sein :-)

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