Heute Morgen hörte ich im Lokalradio in einem Nebensatz, dass mal wieder einem Politiker der Doktortitel aberkannt wurde.
Gut, ich persönlich habe ohnehin keine allzu hohe Meinung von Politikern im Allgemeinen; die Wenigen, die ich persönlich kennenlernen konnte, und die sich als durchaus ehrenhaft erwiesen haben, sind von echten Führungspositionen weit entfernt.
Zusammengefasst traue ich einem Politiker in etwa soweit wie einem Bänker … soweit ich ihn (oder sie) werfen kann.
Da kommt eine solche Meldung nicht wirklich überraschend – spannend finde ich hingegen, dass so etwas nicht mal mehr ein Schlagzeile/Hauptmeldung wert ist, sondern unter "ferner liefen" zwischen Abspann und Wetter gemeldet wird.
Lässt tief blicken, wenn sich die Nation bereits dermassen an solche Vorfälle gewöhnt hat.
Was ging doch ein Aufschrei und eine Diskussion durchs Land anlässlich der "Googleberg-Affäre" (FDP) im Februar vorigen Jahres – dann immer noch ein Aufreger im Juni bei Frau Koch-Mehrin (FDP) und ihrem erschlichenen Doktortitel- viel entspannter war man schon bei Veronica Sass (Stoiber-Tochter) – im Juli Dr. Jorgos Chatzimarkakis (FDP), eher unaufgeregte Reaktionen – wer erinnert sich noch an Matthias Pröfrock (CDU) und seinen ehemaligen Doktor-Titel – und jetzt dann Djir-Sarai (FDP), da haben viele noch nicht mal den Namen gehört, geschweige denn bemerkt, dass dieser nun um 2 Buchstaben und einen Punkt kürzer geworden ist.
Heisst das nun, dass Politiker nicht das Zeug zu Doktorwürden haben (immerhin gibt es viele dieser Titel ja auch ehrenhalber – ohne akademische Leistung in der Politik)? Oder dass Politiker besonders gerne und/oder häufig zu …sagen wir mal "unkonventionellen Abkürzungen" greifen? Dass speziell ein FDP-Parteibuch und ein Doktortitel nicht zusammenpassen?

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