Der Ständerat (eine der beiden Kammern des Parlamentes) hat über einige vorgeschlagene Massnahmen zur Steigerung der Sicherheit im (Strassen-)Verkehr beraten und abgestimmt.
So sollen beispielsweise "Raser" zukünftig härter bestraft werden oder Kinder unterliegen bis 14 einer Helmpflicht für Fahrräder.
Hingegen der Vorschlag, den Führerschein zukünftig ab 50 Jahre alle 10 Jahre durch einen Sehtest zu verlängern fand überhaupt keine Gnade vor den Räten.
Sie befanden vielmehr, dass die Abklärung des Sehvermögens im Eigeninteresse der Betroffenen liege und lehnten diesen Vorschlag ab.
In wie weit nun allerdings ein Gremium mit dem Durchschnittsalter von knapp 60 Jahren in einer solchen Entscheidung unbefangen und objektiv sein kann … sei dahingestellt.
Welche Erklärung nun sachlich gegen einen alle 10 Jahre stattfindenden Sehtest spricht, bleiben die Politiker uns schuldig – da ich keinesfalls von Interessenkonflikt, Eigennutz und/oder Altersstarrsinn ausgehen kann oder möchte … vermute ich mal, diese Entscheidung beruht auf Zufall.
Also mir persönlich sind ein paar "Raser" wesentlich lieber als Heerscharen von Halbblinden (egal welchen Alters, auch wenn die Sehschärfe altersbedingt fast sicher abnimmt).

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